Talentsicherung in Rheinland-Pfalz
Die Life-Science- und Biotechnologiebranche in Rheinland-Pfalz ist in den letzten Jahren stark gewachsen und genießt national wie international hohes Ansehen. Sie zählt heute zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes und trägt wesentlich zu Innovation, Wertschöpfung und Beschäftigung bei. Ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Standortentwicklung sind gut ausgebildete Fachkräfte in unterschiedlichsten Berufen.
Unternehmensdialog und Expertenwissen
Um den komplexen und breit gefächerten Bereich der Talentsicherung valide zu eruieren, hat das LZM früh begonnen, den Unternehmen systematisch zuzuhören. Über 100 Interviews und Unternehmensbesuche, sowie Gespräche mit öffentlichen und privatwirtschaftlichen Stakeholdern mit Angeboten im Fachkräftebereich wurden geführt. Aus den Gesprächen konnten vier Handlungsfelder abgeleitet werden.
„Die richtigen Kolleginnen und Kollegen finden, binden, weiterbilden, im Unternehmen entwickeln und gemeinsam mit der immer schneller werdenden Entwicklung Schritt zu halten, sind die täglichen Herausforderungen vor denen Unternehmen aller Größenordnungen stehen. BioVation RLP etabliert Unterstützungsangebote in diesem komplexen Feld.“
Dr. Sabine Söhngen, Plattformkoordinatorin BioVation RLP
Handlungsfelder aus Unternehmens-Interviews
Early Talents
Wichtige Stellschrauben sind mehr Berufsorientierung an Schulen, der Abbau bürokratischer Hindernisse bei länderübergreifender Ausbildung und der Aufbau gemeinsamer Ausbildungsinfrastrukturen.
Fort- und Weiterbildung
Der Fokus liegt auf dem Schließen von Qualifikationslücken durch praxisorientierte Grundkurse (z. B. Mathe, Deutsch, Technik) sowie spezifische Trainings in Labortechnik, GMP‑Produktion und technischer Assistenz aber auch Instandhaltung und Anlagentechnik.
Rekrutierung
Ein zentrales Anliegen ist der Abbau bürokratischer Hürden bei der Beschäftigung ausländischer Fachkräfte sowie die Entwicklung einer nutzerfreundlichen Recruiting‑Plattform. Über einen Talentpool können die Profile qualifizierter Bewerber an kooperierende Unternehmen weiterempfohlen werden, um die Fachkräfte in RLP zu halten.
Aktuelle Themen
Verbesserungsbedarf besteht bei Infrastruktur wie Kitas, Schulen, Wohnraum und ÖPNV sowie bei der Sichtbarkeit und Zugänglichkeit bestehender Unterstützungsangebote. Der Austausch von Best Practices beispielsweise in Bezug auf Technologiefortschritt und die Veränderung der Berufsbilder durch KI kann die Unternehmen wettbewerbsfähig machen.
Folgen eines anhaltenden Fachkräftemangels
Unzureichende Talentsicherung führt zu erheblichen Umsatzverlusten und gefährdet langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und Bedeutung des Standorts Rheinland-Pfalz.
Maktforschungsstudie
Qualitativer und quantitativer Teil der Studie
Die Fragen des qualitativen Anteils sollen ein Verständnis für die tägliche Realität erzeugen, Pain Points herausarbeiten und unterschiedliche Angebotsmodelle einordnen lassen. Das quantitative Modul ergänzt die qualitative Phase durch messbare, belastbare Daten, die helfen, die gewonnenen Erkenntnisse zu präzisieren, zu priorisieren und für interne wie externe Kommunikation nutzbar zu machen.
Interviews mit konkreten Fragestellungen
Die Ergebnisse aus den Unternehmensgesprächen sollen durch eine Marktforschungsstudie mit statistisch validen Daten untermauert werden. Zu diesem Zweck sollen in Summe 75 Interviews in kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen durchgeführt werden.
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Lagebild Talentsicherung RLP
In welchen Bereichen und Profilen gibt es aktuell und perspektivisch Personal- und Fachkräftemangel?
Wie ist der Ausbildungsstand – direkt nach Abschluss, bei Einstellung und nach externer Ausbildung (z. B. BTA, CTA, Pharmakant:in, Chemikant:in, Elektriker:in, Mechatroniker:in, etc.)?
Bedarfe & Unterstützungsbedarf der Unternehmen
Welche Themen und Herausforderungen
- rund um Ausbildung
- Zugang zu Schüler:innen und Nachwuchskräften
- Recruiting
- Weiterbildung
- KI-Einfluss auf Arbeitswelt
- Rekrutierung ausländischer Fachkräfte
- GMP-Grundlagenschulungen
sind für die Unternehmen besonders drängend?
- Welche Formen der Unterstützung werden tatsächlich benötigt – inhaltlich, organisatorisch, finanziell und kommunikativ?
Ansprechpartner
Dirk Schmitt
Geschäftsführer des Life Science Zentrum Mainz und Plattformmanager BioVation RLP
T +49 6131 9064-111
E d.schmitt(at)lzmz.de









