Was entsteht, wenn wissenschaftliche Ideen auf unternehmerisches Denken treffen – und das über sechs Monate hinweg? Das GeneNovate® Entrepreneurship-Finale in München hat gestern gezeigt, was möglich ist: 25 Teams aus ganz Deutschland präsentierten ihre Projekte vor der Jury, vier wurden als Gewinner der diesjährigen Runde ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmenden und Gewinnerteams!

Das Life Science Zentrum Mainz war in diesem Jahr gleich mehrfach eingebunden: Dr. Diane Murera hat den [LiSci]RLP-Inkubator im Workshop vorgestellt und das Finale in München besucht. Prof. Dr. Sigrid Saaler-Reinhardt begleitete das Programm als Mentorin, und in der Programmarbeit konnte das LZM Moderator Günther Illert sponsern.

Besonders gefreut hat uns die Teilnahme von Zahra Ghodratian, Gründerin aus dem [LiSci]RLP-Programm, auf dem Abschlusspanel: Sie berichtete, wie GeneNovate ihr erstmals den Zugang zur Unternehmenswelt und zum Rhein-Main-Innovationsökosystem eröffnet hat – und welche Erkenntnisse sie auf ihrem Weg als Gründerin gesammelt hat.

In den Diskussionen wurde deutlich, welche Herausforderungen Gründer:innen im Life-Science- und Healthcare-Bereich beschäftigen: der Umgang mit universitärem geistigem Eigentum, der Zugang zu Investor:innen, der konstruktive Umgang mit kritischem Feedback – und die Notwendigkeit, Market Access bereits sehr früh im Entwicklungsprozess mitzudenken, gerade vor dem Hintergrund eines sich wandelnden europäischen Gesundheitsmarkts.

Das LZM ist seit Programmstart 2024 als lokaler Netzwerkpartner am Rhein-Main-Standort eingebunden. Mehr zum Programm und den prämierten Projekten in der Pressemitteilung der JGU.

Rheinland-Pfalz zeigt Präsenz auf der weltweit größten Biotech-Messe

Diese Woche ist das Life Science Zentrum Mainz mit seiner Business Unit BioVation RLP auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Rheinland-Pfalz auf der BIO International Convention in San Diego vertreten. Vor Ort sind Geschäftsführer und Plattformmanager Dirk Schmitt und Plattformkoordinator Marius Ferrang, um internationale Kontakte zu vertiefen und neue Impulse für den Life Science-Standort zu gewinnen.

Die BIO International Convention gilt als eine der wichtigsten Branchenveranstaltungen weltweit und bringt Unternehmen, Investoren, Wirtschaftsförderungen und Forschungseinrichtungen aus der Biotechnologie- und Pharmaindustrie zusammen. Für das LZM steht der persönliche Austausch im Mittelpunkt: Die entscheidenden Gespräche entstehen zwischen den offiziellen Terminen – beim gemeinsamen Blick auf internationale Entwicklungen, beim Abgleich mit anderen Standorten und beim direkten Kontakt zu Partnern aus aller Welt.

Internationale Vernetzung im Fokus

Ein Schwerpunkt des Messebesuchs liegt auf dem Ausbau der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere mit den USA sowie bestehenden Partnern und Clustern aus Bioregionen weltweit. Im Austausch mit Wirtschaftsförderungen, Unternehmen und Organisationen werden konkrete Kooperationsmöglichkeiten und nächste Schritte besprochen. Begleitet wird der Auftritt durch die enge Abstimmung mit der Außenwirtschaft sowie mit Partnern wie InnoNet HealthEconomy e. V. – ein Zusammenspiel, das die Sichtbarkeit des Standorts Rheinland-Pfalz auf internationaler Ebene stärkt.

Starke Beteiligung vom Gemeinschaftsstand Rheinland-Pfalz

Am Gemeinschaftsstand aus Rheinland-Pfalz zeigt sich die Bandbreite der regionalen Life-Science- und Biotech-Branche. Mit dabei sind unter anderem:

  • Midas Pharma – internationaler Anbieter für Wirkstoffe, Generika und pharmazeutische Entwicklung
  • Cryotherm – Spezialist für kryogene Lager- und Transportlösungen für empfindliche Bio- und Pharmaprodukte
  • Applied Microspheres – Entwicklung und Produktion funktionaler Mikropartikel für Diagnostik, Forschung und Industrie
  • Lehmann Engineering GmbH – Engineering-Partner für Prozessanlagen in Pharma, Biotech und Life Sciences
  • LigniLabs GmbH – Biotech-Startup für nachhaltige, biobasierte Materialien
  • Biofidus AG – Entwicklung innovativer diagnostischer Tests und Lösungen
  • PREMOSYS GmbH – Technologien für Automatisierung und Sensorsysteme in Labor und Industrie
  • xyna.bio – KI-gestützte Prozess- und Produktentwicklung in der Biotechnologie
  • Rheinland-Pfalz Gold International – Initiative zur Sichtbarmachung internationaler Beziehungen

Gespräche mit Kooperationspartner Kadans Science Partner

Besonders positiv verliefen zudem die Treffen mit Qaisar Rafiq, Rob van Overbeek, James Sheppard und Steijn Ribbens vom Kooperationspartner Kadans Science Partner – ein weiterer Baustein in der langjährigen Zusammenarbeit.

Sichtbarkeit für den Standort

Mit der Teilnahme an der BIO International Convention schafft BioVation RLP internationale Sichtbarkeit für den Life Science-Standort Rheinland-Pfalz.

Wo Spiel auf Innovation trifft

Wie verändert die Kraft des Spiels Bildung, Training und Innovation? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Serious Play Conference, die in diesem Jahr ihre erste europäische Ausgabe feierte – und dafür Mainz als Gastgeber wählte. Zwei Tage lang kamen im Kulturzentrum Mainz Praktikerinnen und Praktiker, Forschende und Innovationstreibende aus sechs Sektoren zusammen, um in interaktiven Workshops, Panels und Praxisformaten zu erleben, wie spielerische Ansätze in ganz unterschiedlichen Kontexten wirksam werden.

LZM mittendrin

Das Life Science Zentrum Mainz war mit zwei Beiträgen Teil des Programms.

Der Workshop „Play to Innovate“ von Dr. Corinne Benzing zeigte, wie LEGO® Serious Play als strukturierte Methode Produktentwicklungsprozesse voranbringen kann. Konkret bedeutet das: Teams bauen ihre Gedanken und Perspektiven buchstäblich sichtbar – Modelle ersetzen abstrakte Diskussionen, jede Stimme wird gleichberechtigt eingebunden. Das schafft ein gemeinsames Verständnis, das in klassischen Workshop-Formaten oft schwer zu erreichen ist. Für die Life-Science-Branche, in der komplexe Fragestellungen und interdisziplinäre Teams zum Alltag gehören, ist das ein vielversprechender Ansatz.

Im Panel „Cross Innovation: New Perspectives for Innovation“ diskutierte LZM-Geschäftsführer Dirk Schmitt gemeinsam mit Boris Strilic, Aurelia Hirsch und Manuel Buß, wie Innovation an den Schnittstellen zwischen Branchen und Organisationen entsteht. Der Austausch machte deutlich, dass zukunftsfähige Lösungen Übersetzungsarbeit, Vertrauen und Netzwerke brauchen, die über klassische Branchengrenzen hinausgehen. Moderiert wurde das Panel von Marius Ferrang (LZM) und Prof. Elmar D. Konrad – ein Format, das zeigt, wie das LZM Cross Innovation nicht nur denkt, sondern aktiv gestaltet.

Was bleibt

Neue Kontakte, konkrete Methoden und die Bestätigung, dass Innovation vor allem dort entsteht, wo Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen in echten Austausch treten. Genau das treibt auch die Arbeit des Life Science Zentrums an – als Plattform, die Gründergeist, Wissenschaft und Institutionen im Ökosystem Rheinland-Pfalz zusammenbringt.


Beim Female Founders Contest, Deutschlands größtem Pitch-Wettbewerb für Gründerinnen, trafen sich sechs Teams aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland im Gutenberg Digital Hub in Mainz. Das Life Science Zentrum Mainz war als Kooperationspartner mit vor Ort, als Gründerinnen aus der gesamten Region ihre Geschäftsideen vor Publikum, Jury und zahlreichen Investor:innen präsentierten – von der Halbfinalrunde bis zum Einzug ins Grande Finale.

Besonders gefreut haben wir uns über den Auftritt zweier Startups, die aktuell das zwölfmonatige [LiSci]-RLP-Programm durchlaufen: SmartBagEco rund um Aiswarya Walter stellte eine digitale Füllstandsüberwachung für medizinische Beutel vor, während CAT Medica mit Priv.-Doz. Dr. med. Yasemin Tanyildizi und Anne Vallersnes ein System zur effektiveren Behandlung von Schlaganfällen präsentierte. CAT Medica überzeugte die Jury und zieht damit mit einem Preisgeld von 2.500 Euro ins Finale am 10. September in Potsdam ein.

Auch die weiteren Teilnehmerinnen – darunter Ocean Twenty/9, La Mesma, Holiko und das Startup That’s nuts, das den Publikumspreis gewann – zeigten die Bandbreite und Relevanz weiblichen Gründertums in der Region.

In den Reden und Panels wurde deutlich, wie wichtig solche Bühnen sind: Nur etwa ein Drittel der Gründenden in Deutschland sind Frauen. Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz betonte die Bedeutung von Mut, und Staatssekretärin Simone Schneider sprach im Panel über Sichtbarkeit und Finanzierung als entscheidende Erfolgsfaktoren.

Der Erfolg von SmartBagEco und CAT Medica beim Female Founders Contest zeigt, wie viel Innovationskraft in den Startups steckt, die im Rahmen von [LiSci]-RLP begleitet werden. Wir gratulieren beiden Teams und drücken für das Finale in Potsdam die Daumen.

Beim LZM-Event „Fokus Life Science Rheinland-Pfalz“ standen die zentralen Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Branche im Mittelpunkt – und vor allem die Frage, wie aus Strategie ein funktionierendes Ökosystem wird. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung des neuen EY Biotechnologie-Reports Deutschland 2026, der aktuelle Trends und Herausforderungen der Biotech-Szene beleuchtet.

In seiner Eingangsrede brachte es Dr. Hummrich auf den Punkt: Die Hausaufgaben lägen auf dem Tisch, jetzt gehe es um die Umsetzung. Rheinland-Pfalz bringe mit starken Unternehmen, Spitzenwissenschaftler:innen und einer entschlossenen Politik beste Voraussetzungen mit – und mit BioVation RLP sei eine offene Plattform entstanden, die genau hier ansetzt.

Im Verlauf der Veranstaltung wurden vier zentrale Handlungsfelder herausgearbeitet. Beim Thema Kollaboration und strategische Allianzen zeigte sich: Netzwerke sind vorhanden, entscheidend ist nun, sie konsequent in gemeinsame Projekte zu überführen. Auch die Sichtbarkeit des Standorts wurde diskutiert – Rheinland-Pfalz hat viel zu bieten, diese Stärke muss aber gezielter nach außen getragen werden. Bei Innovation und Cross Innovation machte Markus Garn deutlich, dass neue Lösungen zwar an Schnittstellen entstehen, dies jedoch ohne starke Kernkompetenz nicht funktioniert. Und beim Thema Fachkräfte und Talente wurde klar: Gefragt sind neue Wege in Qualifizierung und langfristiger Bindung, um die richtigen Fachkräfte an der richtigen Stelle zu halten.

Als weiteres, vielfach genanntes Handlungsfeld kristallisierte sich Kapital und Skalierung heraus: Der Zugang zu Venture Capital, Fördermitteln und Crowdfunding bleibt angesichts langer Entwicklungszeiten, hoher Kosten und Risiken ein kritischer Faktor. Genau das bestätigt auch der EY-Report, der trotz erkennbarer Fortschritte zeigt, dass Risikokapital eine zentrale Herausforderung bleibt – obwohl Biotech langfristig zu den robusteren Industrien zählt.

Wie sich diese Handlungsfelder in der Praxis konkretisieren, zeigte unter anderem unser stellvertretender Clustersprecher Boris Strilic, der den Zukunftscluster curATime vorstellte. Er machte deutlich, wie der Cluster innovative Ansätze in der personalisierten Medizin vorantreibt und welches Potenzial in langfristig angelegten, strategisch vernetzten Innovationsvorhaben steckt – ein Beispiel dafür, wie aus gemeinsamen Initiativen bereits konkrete Projekte entstehen.

Das Event hat einmal mehr gezeigt: Rheinland-Pfalz ist ein dynamischer Standort mit großem Potenzial für Innovationen in Life Sciences und Biotechnologie. Programme allein schaffen jedoch noch keine Cluster – sie entstehen dort, wo Menschen ins gemeinsame Arbeiten kommen. Formate wie der Inkubator des Life Science Zentrum Mainz mit seinen starken Mentor:innen belegen: Es funktioniert bereits vieles, und darauf lässt sich aufbauen.

Ein besonderer Dank gilt allen Organisatoren und Beteiligten für die Durchführung und die wertvollen Impulse des Abends.


Branchentagung zeigt wachsendes Ökosystem der Gesundheitswirtschaft

Seit 2013 ist die medtech Rheinland-Pfalz die zentrale Branchentagung der Medizintechnik im Land. Sie bringt Unternehmen, IT-Anbieter, Dienstleister, Institute, Behörden und Krankenkassen zusammen und treibt Produkt- und Prozessinnovationen in der Gesundheitswirtschaft voran. Begleitet wird die Tagung von der Ausstellung „Medizin – Technik und Forschung“, bei der jährlich bis zu 40 Aussteller ihre neuesten Entwicklungen zeigen. Podiumsdiskussionen, Fachvorträge und Unternehmens-Pitches ergänzen das Programm und schaffen Raum für Austausch mit führenden Expert:innen der Branche.

Das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz unterstützt die medtech als Beitrag zur Stärkung medizintechnischer Forschung und Entwicklung sowie zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Gerade für neue Akteure und Unternehmen an der Schnittstelle von Forschung und Markt besteht großer Bedarf an Orientierung und Umsetzung im Bereich Medizinprodukte.

Die Eröffnung durch Daniela Bublitz setzte den Rahmen mit einem klaren Bild: Das Potenzial der Branche wächst weiter. Wirtschaftsminister Michael Ebling ordnete dieses Wachstum ein – die 13. Ausgabe der medtech steht für Kontinuität statt Unglückszahl, sichtbar an steigenden Teilnehmenden- und Ausstellerzahlen. Er betonte zugleich die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für die Resilienz des Standorts Rheinland-Pfalz, verbunden mit dem Anspruch, Innovationszyklen weiter zu verkürzen und konkrete Lösungen für Patient:innen zu schaffen.

Ein starkes Signal setzte auch der Standbesuch von Minister Ebling bei Ausstellern vor Ort – ein Hinweis darauf, dass Innovationspolitik Orte braucht, an denen Austausch in Projekte übersetzt wird. Besonders gefreut hat es das LZM, dass die Business Unit BioVation RLP in der Eröffnungsrede als Teil des wachsenden Ökosystems Erwähnung fand. Weitere Impulse kamen von sieben neuen Ausstellern, die ihre Ansätze in kurzen Pitches vorstellten – ein Beleg für die Dynamik neuer Akteure in der Branche.

Zur Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima Rheinland-Pfalz.

10. Mainzer Gründergrillen: Jubiläum mit Ministerbesuch und vier starken Pitches

Zum zehnten Mal trafen sich Gründerinnen, Gründer und Innovationsbegeisterte beim Mainzer Gründergrillen – und das Jubiläum ließ sich sehen. Bei bestem Wetter präsentierten vier Teams im Gutenberg Digital Hub ihre Ideen, stellten sich den Fragen des Publikums und sorgten für angeregte Gespräche beim anschließenden Networking.

Das Format wurde von der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Mainz und dem Life Science Zentrum Mainz (LZM) gemeinsam entwickelt und findet in Kooperation mit dem Gutenberg Digital Hub statt. Dirk Schmitt, Geschäftsführer des LZM, blickte beim Jubiläum  zurück: „Beim ersten Gründergrillen haben wir gehofft, dass die Idee zündet. Heute sehen wir, was daraus gewachsen ist – eine lebendige Community, echte Gründungsgeschichten und ein Format, das Mainz als Innovationsstandort wirklich sichtbar macht. Darauf sind wir stolz.“

Die Bandbreite der Pitches zeigte, wie vielfältig Gründungen heute sein können: Pascal Wagner stellte mit null° nachhaltige Urban-Rucksäcke aus pflanzlichen Materialien vor, mit Fokus auf Reparierbarkeit und Circular Design. FEEDS arbeitet an einer europäischen Social-Media-Plattform mit lokalem Community-Fokus und kuratierten Inhalten. Und Diabakus – aktuell im Inkubatorprogramm [LiSci]RLP – entwickelt eine digitale Lösung für Menschen mit Diabetes, die Datenintegration, Entscheidungsunterstützung und Prävention zusammenbringt.

Den Abend für sich entschied Dr. Sabrina Reitz: Das Publikum kürte sie zur Gewinnerin des Abends. Mit ihrer Verbindung aus Praxisgründung und Produktinnovation überzeugte sie die Zuschauerinnen und Zuschauer am meisten – und adressiert dabei eine oft übersehene Lücke in der inklusiven und nachhaltigen Zahnmedizin.

Ergänzt wurde der Abend durch „Meet a Founder“ mit Marcel Friederich, der mit seinem MUTMACHER-Weg zeigte, wie aus einer frühen Idee schnell konkrete Wirkung entstehen kann.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Besuch von Michael Ebling, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima des Landes Rheinland-Pfalz – ein klares Signal, dass Gründungskultur und Innovation auch politisch ernst genommen werden.

3.500 Studierende, 3 Fachbereiche und ein Campus voller Zukunftsthemen.
Cross Innovation entsteht im Gespräch und genau das haben wir zur Innovations‑ und Networking‑Night der Hochschule Worms mitgebracht.

Die Hochschule Worms ist KEIN klassischer Life‑Science‑Standort und genau deshalb waren wir Teil der Innovations‑ und Networking‑Night letzte Woche.
Studierende, Forschende, Unternehmen und Praktiker:innen aus Informatik, Wirtschaft sowie anwendungsnahen Disziplinen kamen ins Gespräch und haben gezeigt, wie wichtig Perspektivwechsel für Innovationen sind. Mit rund 3.500 Studierenden und stark praxisorientierten Studiengängen bietet die Hochschule Worms einen Raum, in dem digitale Kompetenzen, Anwendung und Transfer ganz selbstverständlich zusammenkommen.

Für uns sind solche Orte besonders relevant denn Cross Innovation entsteht, wenn Life Sciences gezielt mit IT, Daten, Software oder Sicherheit zusammengedacht werden, gerade auch außerhalb klassischer Branchengrenzen. Markus Garn war vor Ort und hat genau diese Schnittstellen ausgelotet: Wo können digitale Ansätze neue Impulse für die Life Sciences geben und umgekehrt?

Unser Fazit: Hochschulen spielen IMMER eine zentrale Rolle für Transfer, Talente und neue Denkansätze. 

Vergangene Woche war das Life Science Zentrum Mainz (LZM) auf dem TransBIB-Symposium im Kunstkraftwerk Leipzig vertreten. Rund 200 Teilnehmende aus Industrie, Wissenschaft und Politik kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der industriellen Biotechnologie zu diskutieren.

Unser Projektleiter Dr. Lucas Schneider stellte in seiner Pitch-Präsentation das geplante Zentrum für biotechnologische Skalierung in Rheinland-Pfalz vor. Ziel ist es, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, um biotechnologische Innovationen effizient in die industrielle Anwendung zu überführen.

Er zeigte auf, welche konkreten Scale-up-Möglichkeiten Biotechnologie-Start-ups bereits heute bei industriellen Partnern in Rheinland-Pfalz nutzen können. Insbesondere für Unternehmen, die ihre Prozessentwicklung industrienah weiterentwickeln und in Richtung Produktion skalieren möchten, besteht bereits Zugang zu entsprechender Infrastruktur und Anlagen.

Im anschließenden Matchmaking erhielten Start-ups und KMU die Möglichkeit, ihre konkreten Prozesse und Skalierungsbedarfe zu diskutieren und direkt mit Industriepartnern aus Rheinland-Pfalz in den Austausch zu treten – mit dem Ziel, passende Unterstützung für die nächsten Skalierungsschritte zu identifizieren.

Das Symposium hat einmal mehr gezeigt, wie entscheidend die enge Verzahnung von Forschung, Start-ups und Industrie für eine erfolgreiche Bioökonomie ist.

Wir freuen uns über den intensiven Austausch und nehmen wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung unseres Projekts mit.

Mehr zu Bioökonomie

Mit diesem Magazin bieten wir einen frischen Blick auf das Biotech und Life Science Ökosystem in Rheinland Pfalz und Rhein Main.

Dieses erste MagSci ist aber vor allem eines: eine Teamleistung. Von der ersten Idee über Konzeption, Redaktion und Gestaltung bis zur finalen Umsetzung wurde hier mit hohem Anspruch, Leidenschaft und einem gemeinsamen Ziel gearbeitet: dem Ökosystem eine Stimme zu geben. Daher gilt unser großer Dank allen, die dieses Magazin möglich gemacht haben!

Mit MagSci machen wir sichtbar, was den Standort heute trägt, aber auch, was es braucht, damit er morgen weiter wachsen kann. Denn wir wissen alle, Rheinland Pfalz ist ein starker Biotech Standort. Gleichzeitig stehen Unternehmen, Gründer:innen und Forschungseinrichtungen vor vielen Herausforderungen: lange Innovationszyklen, komplexe regulatorische Rahmenbedingungen, Fachkräftemangel und wirtschaftlicher Gegenwind.

MagSci greift genau diese Realität auf. Im Magazin zeigen wir, wie Gründeraktivitäten und Inkubatoren neue Impulse setzen, wie Cross Innovation Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg ermöglicht und wie Initiativen zur Talentsicherung sowie Laborräume der Zukunft entstehen. Im LZM Projekte Hub wachsen konkrete Projekte, etwa das Zentrum für biotechnologische Skalierung und die Projekt Kollaboration mit dem Zukunftscluster curATime.

Wir werden diesen Weg mit jeder Ausgabe von MagSci weitergehen: Themen vertiefen, Entwicklungen begleiten und gezielt neue Impulse setzen – für die ganzheitliche Entwicklung des Biotech und Life Science Ökosystems in Rheinland Pfalz. Unsere Überzeugung ist: Innovation entsteht dort, wo Menschen, Ideen und Strukturen kontinuierlich zusammenkommen.

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