Die Sicherung qualifizierter Fachkräfte zählt zu den zentralen Herausforderungen für Unternehmen der Zukunft. Vor allem die Branchen Biotechnologie, Life Sciences, Pharmazie, Diagnostik und Medizintechnik prägen das wirtschaftliche Wachstum in Rheinland-Pfalz und gelten als wesentliche Innovationstreiber. Viele kleine und mittelständische Unternehmen agieren als „Hidden Champions“ – mit hoher Spezialisierung, engagierten Mitarbeitenden und starken regionalen Wurzeln.

Um die Personalbedarfe dieser Schlüsselbranchen fundiert zu analysieren, wurde jetzt eine Marktforschungsstudie zur Fachkräftesituation und Talentsicherung gestartet. Ziel ist es, aktuelle und zukünftige Anforderungen sichtbar zu machen und darauf aufbauend konkrete Unterstützungsangebote für Unternehmen zu entwickeln.

Hintergrund der Studie

In ersten Gesprächen und Veranstaltungen mit Unternehmensvertreterinnen und -vertretern haben Luxshman Harikantha und Dr. Sabine Söhngen, Teil unserer Business Unit BioVation RLP bereits wichtige Impulse eingeholt. Dabei wurden zentrale Fragen deutlich, die für die weitere Entwicklung der Branchen entscheidend sind:

  • Wie können passende Fachkräfte gewonnen werden?
  • Wie gelingt eine langfristige Bindung?
  • Welche Qualifikationen werden künftig benötigt und wie lassen sie sich aufbauen?

Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz untersucht BioVation RLP die Rahmenbedingungen für ein mögliches branchenübergreifendes Netzwerk, das Unternehmen künftig unterstützen könnte.

Unternehmen zur Teilnahme eingeladen

Für die nächste Phase der Studie werden nun Unternehmen aller Größenordnungen gesucht, die bereit sind, an einem digitalen Experteninterview mitzuwirken.

Warum eine Teilnahme wertvoll ist

  • Sie machen reale Herausforderungen sichtbar.
  • Sie tragen dazu bei, passgenaue Maßnahmen für die Branche zu entwickeln.
  • Sie stärken den Innovations- und Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz.
  • Sie gestalten ein mögliches Netzwerk aktiv mit.

Der Zeitaufwand bleibt überschaubar. Alle Ergebnisse werden anonymisiert und aggregiert ausgewertet.

Unterstützt wird die Studie durch den InnoNet HealthEconomy e. V. sowie dessen Mitglieder. Die operative Durchführung übernehmen 2HMforum. GmbH und g/d/p Health GmbH.

Kontakt & Teilnahme

Unternehmen aus RLP, die sich gern beteiligen möchten, erhalten auf Anfrage alle Informationen zur Teilnahme.
Bei Fragen steht das Projektteam um Dr. Sabine Söhngen jederzeit persönlich zur Verfügung.

 

Austausch zu KI‑basierten Biomarkern und immunologischer Forschung stärkt Innovationsnetzwerk. Am 24. Februar kamen führende Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Technologie und Gesundheitsforschung am Universitätsmedizin Mainz Campus zusammen, um aktuelle Erkenntnisse, neue Perspektiven und zukünftige Herausforderungen in der KI‑gestützten Biomarkerforschung sowie immunologischen Ansätzen zu diskutieren.

Das LZM war vor Ort und konnte erneut erleben, wie eng das curATime‑Zukunftscluster in Forschung, klinische Anwendung und translationale Entwicklung eingebunden ist.

Impulse aus Wissenschaft und klinischer Anwendung

Zum Auftakt der Veranstaltung stellte Prof. Johnny Kim (TRON-Mainz gGmbH, Cluster-Sprecher) das Cluster als dynamisches Ökosystem vor, das durch die enge Kooperation führender Köpfe aus Wissenschaft und Industrie Innovationen entscheidend vorantreibt.

Ein zentrales Highlight war die Keynote von Prof. Fu Siong Ng vom Imperial College London. In seinem Vortrag zu Artificial Intelligence‑enhanced Electrocardiograms präsentierte er aktuelle Erkenntnisse zur Entwicklung neuer KI‑ECG‑Algorithmen für Diagnostik und Risikostratifizierung.
Seine Forschung zeigt, dass mittels KI‑gestützter EKG-Auswertung unter anderem BMI, geschlechtsspezifische Risiken und sogar Mortalitätswahrscheinlichkeiten vorhergesagt werden können. Damit verbunden wirft seine Arbeit zentrale Zukunftsfragen auf:

  • Wie wird KI die EKG‑Interpretation in den kommenden Jahren verändern?
  • Wie lassen sich Patient:innen und Öffentlichkeit sinnvoll in die Entwicklung neuer Technologien einbinden?

Neue Impulse im Zukunftscluster

Als neues Mitglied im curATime‑Netzwerk bringt Dr. Philipp Busch einen innovativen Ansatz in das Cluster ein: die Rolle von Serious Games für die translationale Forschung. Besonders gespannt blickt das LZM auf die Serious Play Conference am 18./19. Juni in Mainz, bei der wir als aktiver Partner beteiligt sind.

LZM stärkt Sichtbarkeit und Vernetzung

Das LZM verbindet curATime mit bestehenden regionalen Strukturen, integriert das Cluster in Netzwerke und steigert dessen Sichtbarkeit durch strategische Partnerschaften. Auf diese Weise unterstützen wir den Transfer exzellenter Forschung in konkrete Anwendungen und Lösungen.

Veranstaltungen wie curAMeet sind dafür ein entscheidender Baustein: Sie fördern nicht nur den wissenschaftlichen Austausch, sondern stärken auch die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie und Unternehmertum – eine wichtige Grundlage für die nachhaltige Weiterentwicklung des Innovationsökosystems in Rheinland‑Pfalz.

Wir freuen uns auf die kommenden Kapitel der Zusammenarbeit mit TRON-Mainz, der Universitätsmedizin Mainz, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und allen weiteren Partnern im curATime‑Zukunftscluster.

Foto: TRON gGmbH

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat die weitere Förderung von curATime bestätigt. Das ist ein starker Impuls für die Weiterentwicklung von KI‑gestützter Biomarkerforschung und immunologischen Ansätzen in der Herz‑Kreislauf‑Medizin und ein wichtiges Zeichen für den Innovationsstandort Mainz. Die Empfehlung basiert auf der Begutachtung im November, bei der ein Expert*innengremium das Cluster intensiv geprüft hat. Die positive Rückmeldung bestätigt die Arbeit der vergangenen Jahre und den klaren Mehrwert der regionalen Zusammenarbeit.

TRON bleibt in der zweiten Förderperiode zentrale Koordinationsstelle des Clusters und das Life Science Zentrum Mainz wird seine Aktivitäten als Projektpartner weiter ausbauen. Damit entsteht eine noch engere Verbindung zwischen wissenschaftlicher Exzellenz, regionaler Innovationsinfrastruktur und anwendungsnaher Entwicklung. Eine Kooperation, die das Ökosystem in Rheinland‑Pfalz nachhaltig stärkt und neue Transferpfade ermöglicht.

curATime vereint über 20 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Getragen von komplementären Expertisen – von Biomarker‑ und Thromboseforschung über klinische Kardiologie und Immuntherapie bis hin zu KI‑basierten Methoden – arbeitet das Cluster daran, neue Therapiewege für Atherothrombose zu entwickeln und personalisierte Medizin voranzubringen. Mit ihren Kernpartnern TRON gGmbH, Universitätsmedizin Mainz und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) verfügt die Initiative über herausragende Voraussetzungen, um die Ziele der zweiten Phase konsequent weiterzuführen.

 

Mit der ersten Life Science.Stage auf dem Mainzer Gründermarkt haben wir als Life Science Zentrum Mainz gemeinsam mit Forum Kiedrich und der Innovationsagentur Rheinland-Pfalz eine neue Bühne für Biotech und MedTech geschaffen – als echte Gemeinschaftsveranstaltung für komplexe Zukunftsinnovationen.

Denn Life Sciences funktionieren anders. Wo digitale Startups mit kleinen Budgets starten, sprechen wir in Biotech und MedTech schnell von Millioneninvestitionen, langen Entwicklungszyklen und hohen regulatorischen Anforderungen. Hier entstehen Technologien, die Gesundheit und Gesellschaft verändern – und genau dafür braucht es eine spezialisierte Plattform.

Pitch. Match. Grow. – Die Bühne für komplexe Innovationen

Zehn ausgewählte Startups präsentierten Lösungen von neuartigen Krebstherapien über Zelltherapieplattformen bis hin zu KI‑gestützter Diagnostik und nachhaltigen Materialien. Eine Fachjury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Investoren gab kritisches, fachlich fundiertes Feedback und wählte zwei Gewinner:

  • LigniLabs GmbH – Lignin-basierte Mikrocarrier für nachhaltigen Pflanzenschutz und Flammschutz
  • CatMedica – ein innovatives Thrombektomie-Device zur Schlaganfallbehandlung

Beide erhielten jeweils 2.000 € Preisgeld, gestiftet von Biomindz und dem Life Science Zentrum Mainz.

Ein Event voller Aufbruchsstimmung

Im historischen Ambiente des Mainzer Schlosses entstand ein Ort intensiver Gespräche, sichtbarer Innovationskraft und spürbarem Gestaltungswillen. Genau diese Atmosphäre macht die Life Science.Stage zu mehr als einem Wettbewerb: Sie ist ein Katalysator für Austausch, Vernetzung und Wachstum.

Ausblick

Für 2026 steht fest: Noch mehr Raum für Life Sciences.
Mit stärkeren Netzwerken, neuen Formaten und echten Chancen für Gründerinnen und Gründer wollen wir das Ökosystem weiter stärken und gestalten.

Am 14. November haben wir die neue Runde des Inkubatorprogramms [LiSci]RLP mit einem Kickoff und Mentoren-Meetup gestartet. Vier herausragende Gründungsteams aus den Life Sciences und der Biotechnologie werden in den kommenden zwölf Monaten gemeinsam mit uns an ihren zukunftsweisenden Lösungen arbeiten.

Die hohe Nachfrage zeigt, welche zentrale Rolle die Life Sciences für den Innovationsstandort Rheinland-Pfalz spielen. Wir freuen uns, dass folgende Teams an der aktuellen Inkubatorrunde teilnehmen:

Dense Immune – neuartige Immuntherapie zur Prävention von CMV-Reaktivierungen nach Stammzelltransplantationen
Diabakus – digitale Gesundheitsanwendung zur präzisen Insulinsteuerung für Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes
birkstoff – „Inside-Out“-Formulierungen, die Biotechnologie und Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Kopfhaut & Haare verbinden
Isolomics – mikrofluidische Plattform zur Isolation zirkulierender Tumorzellen zur Unterstützung personalisierter Krebstherapien

Ein großer Dank an unser Mentorennetzwerk, das beim Meetup erneut gezeigt hat, wie wertvoll Austausch, Expertise und Engagement für junge Gründerinnen und Gründer sind.
Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr voller Innovation, Kooperation und Wachstum!

 

Mehr Infos zum Programm: www.lisci-rlp.de

Mit Unterstützung durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

Am 15. September 2025 fand der Crossday des Life Science Zentrum Mainz statt.

Herzlichen Dank allen für den pulsierenden Nachmittag in der Pyramide in Mainz! Mit rund 130 Expert:innen haben wir auf dem Crossday25 zusammen mit den Keynotes und in den Sessions einem Impuls für Cross Innovation gesetzt. Es wurde bis in den Abend hinein diskutiert, vernetzt und neue Kontakte und Ideen initiiert. Das Kennenlernen und Zusammenführen von unterschiedlichen Perspektiven standen dabei im Fokus. Das war Best Practice live!

WARUM CROSS INNOVATION?

Veränderung, Komplexität und Geschwindigkeit prägen unser Innovationsumfeld. Einzelne Akteure stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Lösungen entstehen heute oft außerhalb der eigenen Denk-Räume und im Team – über Disziplinen, Branchen und Unternehmensgrenzen hinweg.

Cross Innovation beschreibt dabei einen offenen, kollaborativen Ansatz in offenen Innovationsökosystemen: Innovationen entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen sich kreuzen. Der Austausch zwischen verschiedenen Branchen und Fachbereichen schafft neue Impulse, beschleunigt Entwicklungen und eröffnet unerwartete, neue Lösungswege.

PROGRAMM-HIGHLIGHTS

Inspirierende Impulse aus Industrie, Forschung, Mittelstand und Startups aus verschiedenen Branchen prägten den CrossDay25:

Daniela Schmitt - Ministerin für Wirtschaft RLP
Dr. Markus Durstewitz (Airbus) - Cross Innovation & offene Innovationsökosysteme
Dr. Markus Koester (Boehringer Ingelheim) - Open Science & opnMe
Jonas Schächter (REWE digital) - Innovation durch Startup-Kollaborationen
Dr. Sina Meyer (Bosch Research) - Strategische Partnerschaften als Innovationstreiber

Weitere Impulsgeber:innen waren:
Dr. Philipp Busch, Dr. Roland Haas, Prof. Dr. Mareike Heinzen, Johann Hofmann Michael Kunz, Dr. Adam Maciak, Tom Klose, sowie als

Special Guest: Vince Ebert mit „Skurrilem aus der Welt der Cross Innovation“.

OPEN SPACE – BIOTECH/LIFESCIENCE MEETS CROSS

Am Abend öffneten wir den Raum für neue Perspektiven und kreative Impulse:
Was kann Biotech von anderen Branchen lernen und umgekehrt?
Welche konkreten Probleme können wir gemeinsam voranbringen?
Wo kann ich meine Lösung einbringen?

In einem offenen Format luden wir die Teilnehmenden ein, ihre Gedanken und Erfahrungen zu teilen. Fünf thematische Boards strukturierten den Austausch:

Themen und Herausforderungen
Formate und Aktivitäten
Partner
Best Practices
Konkrete Ideen

Als Grundlage dienten die CrossCards, die zu Beginn der Veranstaltung verteilt wurden. Sie halfen dabei, erste Gedanken festzuhalten und während des Events stetig weiterzuentwickeln. Die Karten regten dazu an, über das eigene Unternehmen oder Produkt im Kontext von Cross Innovation nachzudenken – insbesondere darüber, wie andere Branchen zur Weiterentwicklung beitragen können oder wie man selbst Impulse in andere Bereiche geben kann.

Die Ergebnisse des Open Space wurden direkt auf den Boards sichtbar gemacht. Es war ein lebendiger, interaktiver Prozess, der zeigte, wie viel Potenzial in branchenübergreifender Zusammenarbeit steckt. Alle Teilnehmer:innen erhalten die Dokumentation zum Open