Wichtige Impulse für die Zukunft der Branche
Wie entsteht ein starker Biotechnologiestandort? Durch Menschen, die miteinander sprechen, Ideen teilen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Genau das war beim Austauschformat „Biotechnologiestandort RLP – Strukturelle Analyse & Ausblick“ im Gutenberg Digital Hub in Mainz zu erleben. Grundlage des Abends war die Standortanalyse von Martin Schmidt, die im Rahmen seiner Masterarbeit entstanden ist – sie bildete den Ausgangspunkt für eine Diskussion, an der sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beteiligten.
Besonderer Dank an die Politik
Ein besonderer Dank gilt Staatssekretärin Simone Schneider, die sich die Zeit nahm, persönlich an der Veranstaltung teilzunehmen und in die Diskussion einzusteigen. Sie machte deutlich: Der Aufbau eines starken Biotechnologiestandorts braucht vor allem eines – Mut. Dazu gehöre es auch, Schleifen zu drehen und diese als Teil des Weges zu begreifen. Als zentralen Hebel für die Zukunft der Branche benannte sie zudem die Bildung: Wer den Standort stärken wolle, müsse früh ansetzen und Nachwuchs für die Biotechnologie begeistern. In diesem Zusammenhang verwies sie auch auf die im Aufbau befindliche Initiative Green Economy, die Akteurinnen und Akteure der grünen Wirtschaft in Rheinland-Pfalz vernetzen soll.
Regulatorik als größte Herausforderung
Auf die Frage nach dem größten Schmerzpunkt für Unternehmen war die Antwort aus dem Publikum eindeutig: die Regulatorik. Sie wurde von mehreren Teilnehmenden als eines der drängendsten Probleme für die Branche benannt. Auch die Bedeutung von Kooperationen über Landesgrenzen hinweg wurde unterstrichen verbunden mit der Forderung, die richtigen Akteure gezielter miteinander zu vernetzen.
Aus dem Publikum kam zudem der Wunsch nach einem übergreifenden Bioökonomierat, um Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg strukturell zu verankern.
Ein langer Atem zahlt sich aus
Das Fazit des Abends: Wer einen starken Biotechnologiestandort entwickeln will, braucht einen langen Atem. Nicht jede Initiative entfaltet sofort Wirkung, nicht jeder Ansatz führt direkt zum Ziel – entscheidend ist, aus Erfahrungen zu lernen und den gemeinsamen Weg konsequent weiterzugehen.
Das LZM bedankt sich bei allen Teilnehmenden für die offenen Diskussionen, die kritischen Perspektiven und die konstruktiven Impulse – und ganz besonders bei Staatssekretärin Simone Schneider für ihre Teilnahme und ihre klaren Worte zur Zukunft des Biotechnologiestandorts Rheinland-Pfalz.


Die Gründerinnen von CatMedica ©LZM